Ausbildung in
holistischer Tanz- und Bewegungstherapie (hTB)
|
|||||||
|
Stand der Informationen: Der erste Baustein der Ausbildung holistische Tanztherapie ist identisch mit der Fortbildung Kreativer Tanz. Achtung:
Es gibt noch freie Plätze in der Fortbildung Kreativer Tanz
(= 1. Jahr der Ausbildung holistische Tanztherapie)
1 Was ist die holistische Tanztherapie/Bewegungstherapie (hTB)?1.1 Tanztherapie allgemeinTanztherapie ist eine psycho- und körpertherapeutische Methode, die den Tanz und die Bewegung als Medium für Heilungs- und Integrationsprozesse nutzt. Im Vordergrund stehen dabei nicht festgelegte, tänzerische Formen, sondern der kreative Ausdruck und die authentische Bewegung des Einzelnen. Da sich jeder Mensch in der eigenen Bewegung mit all seinen Aspekten ganz selbstverständlich ausdrückt, vermag der Tanz zum Ausdrucksmittel für das zu werden, was mit Worten oft nicht gesagt werden kann. Wie der Körper sich im Moment bewegt, was er im Hier und Jetzt tut und braucht, ist von zentraler Bedeutung für den therapeutischen Prozess. So können auch unerwünschte, unerlaubte, verdrängte und unterdrückte Erlebnisinhalte kreativ gestaltet und integriert werden. Die Tanztherapie ist den humanistischen Therapiemethoden zugeordnet und arbeitet insbesondere kreativ, prozess- und lösungsorientiert. Sie setzt bei den gesunden Anteilen des Menschen an, indem sie Krankheit weniger als "Defekt", "Defizit" oder "Störung" begreift, sondern als eine Chance, die eigentliche Botschaft des "Symptoms" in achtsamem Umgang mit dem Körper verstehbar zu machen. Der mögliche Indikationsbereich der Tanztherapie ist sehr weit: Sie bietet als eine vorwiegend nonverbal orientierte Therapie auch bei Kindern, Jugendlichen und Menschen, die sprachlich weniger zugänglich sind, gute Behandlungschancen. Sowohl in Einzel- als auch Gruppentherapie, in Psychiatrie und Psychosomatik, aber auch bei Behinderten, älteren Menschen, Suchtkranken sowie in der Gesundheitsvorsorge wird tanztherapeutisch gearbeitet. 1.2. Der Ansatz der holistischen Tanztherapie/Bewegungstherapie (hTB)Die hTB integriert die bereits genannten Grundlagen und Inhalte in ihre Arbeit, geht aber auch über die gängigen Konzepte der bestehenden Tanztherapien hinaus: Sie bezieht nicht nur Aspekte aus Tiefenpsychologie, Familientherapie, Verhaltenstherapie, transpersonaler Therapie, humanistischer Psychologie und modernen Körpertherapien (wie z.B. Continuum Movement) mit ein - sie integriert darüber hinaus neueste Erkenntnisse der Ökopsychologie. Diese geht von der Annahme aus, dass das Leben in der industriellen Konsumgesellschaft den Menschen weitgehend von seinem Körper entfremdet, indem die Leistungsfähigkeit und Funktionalität des Körpers überbetont werden. Der Mensch entfremdet sich dadurch auch von seinen Gefühlen, seinen Werten, seinem Lebensraum und seiner Lebenswelt. Mögliche Folgen sind Erkrankungen an Körper und Seele, mangelnde Lebensfreude, Hoffnungslosigkeit und Sinnverlust. Das Ziel der hTB ist es, nicht nur die Entfremdung des Menschen von sich selbst, von seiner Familie und der Gesellschaft zu heilen, sondern auch die fundamentalere Entfremdung zwischen dem Menschen und seiner natürlichen Umwelt. Deshalb nennt sich dieser Ansatz der Tanztherapie "holistisch" (=ganzheitlich), da auch die Beziehung des Individuums zur gesamten Mit-Welt als wesentlicher Aspekt integriert ist Für diesen ganzheitlichen Heilungsprozess haben Tanz und Bewegung eine grundlegende Bedeutung: Tanzen war zu allen Zeiten ein zentrales Ausdrucksmittel der Menschheit. Im Erfahren der eigenen Bewegung wird spürbar, dass alles Leben, alles Sein tanzt: Wenn ich lebe, drücke ich meine Lebenskraft durch Bewegung aus - wenn ich mich bewege, fühle ich meine Lebendigkeit. Diese Lebenskraft bewegt sich in jedem Lebewesen und drückt sich selbst im Atmen der kleinsten Zelle aus. Sich mit "jeder Faser seines Leibes" in diesen "Tanz des Lebens" einzuschwingen, ermöglicht dem Menschen, sich als lebendiges Ganzes zu entdecken. Durch verschiedene Erfahrungs- und Bewusstwerdungsprozesse unterstützt die hTB den jeweiligen Menschen, seine abgespaltenen und verdrängten Körperempfindungen und Gefühle zu integrieren und sich als Einheit jenseits der Illusion des Getrenntseins zu erleben. Dadurch kann ein individueller und kollektiver Transformations- und Heilungsprozess in Gang kommen, wie ihn z.B. die Körpertherapeutin Linda Hartley folgendermaßen beschreibt: "In unserem Körper präsent zu sein, ist eine Form von Bewusstheit und der erste Schritt, um zu uns selbst und anderen liebevoll zu sein. Wenn wir in unseren Körper kommen, werden wir mit unserem größeren Zuhause, der Erde, verbunden; wir werden ein Teil der Erde und sie ein Teil von uns." (Wisdom of the Body Moving, 1995) 2 Die Ausbildung in holistischer Tanztherapie/Bewegungstherapie (hTB)2.1 Zielgruppe, Ausbildungsumfang, -ort und -leitungDie Ausbildung in hTB wird berufsbegleitend im Lauf von 3 Jahren durchgeführt: Das erste Ausbildungsjahr vermittelt grundlegende Kenntnisse in den Bereichen Tanz und Bewegung und befähigt die TeilnehmerInnen zur tanz- und bewegungspädagogischen Arbeit mit Einzelnen und Gruppen. Dieses erste Jahr entspricht der Ausbildung in Kreativem Tanz/heilsamer Bewegung (- siehe!) Im zweiten Ausbildungsjahr werden die Arbeitsweise und Wirksamkeit der hTB am eigenen Leib erlebt. Die therapeutische Eigenerfahrung und damit die Entwicklung einer "therapeutischen Persönlichkeit" stehen im Vordergrund. Das dritte Jahr vermittelt die grundlegenden theoretischen, methodischen und praktischen Kompetenzen in hTB. Entsprechend der jeweiligen Zusatzqualifikation wird die Ausbildung mit dem Titel "Tanztherapeut/in (hTB)" oder "Leiter/in für hTB" abgeschlossen. Zielgruppe der Ausbildung sind Personen in pädagogischen, medizinischen, therapeutischen und kreativ-künstlerischen Berufen, die ihr Arbeitsfeld durch den Einsatz der hTB erweitern wollen bzw. Menschen, die sich ein eigenes, neues Berufsfeld aufbauen möchten. Leiterin der Ausbildung ist die Diplom-Tanztherapeutin Barbara Hundshammer, die die holistische Tanz- und Bewegungstherapie auf dem Hintergrund ihrer langjährigen Berufspraxis entwickelte und kreierte. 2.2 Aufbau und Struktur der berufsbegleitenden Aus- und Weiterbildung2.2.1 1. Ausbildungsjahr:Enspricht der Fortbildung Kreativer Tanz/heilsamer Bewegung (Details siehe dort) Die Fortbildung Kreativer Tanz/heilsamer Bewegung ist zwingende Voraussetzung für die weitere Ausbildung in hTB! Mögliche Arbeitsfelder nach dem 1.Jahr:
2.2.2 2. Ausbildungsjahr:» Der Zyklus des Lebens biographische Themen in der hTB« 2.2.2.1 Umfang:256 UE (7 Wochenenden mit 24 UE, 2 Intensivwochen mit je 44 UE) 2.2.2.2 Ziele:Im zweiten Ausbildungsjahr erfahren und reflektieren die Ausbildungskandidaten die Prinzipien und Methoden der holistischen Tanz- und Bewegungstherapie am eigenen Leib. Diese intensive Klärung der eigenen Biographie ist eine grundlegende Voraussetzung für die spätere berufliche Praxis und die Entwicklung therapeutischer Kompetenz 2.2.3 3. Ausbildungsjahr:»Theorie und Praxis der holistischen Tanz- und Bewegungstherapie«
2.2.3.1 Umfang:256 UE (7 Wochenenden mit 24 UE, 2 Intensivwochen mit je 44 UE) 2.2.3.2 Ziele:Entwicklung von therapeutischer Kompetenz und Professionalität, Training in der Praxis, Supervision . Die Ausbildungskandidaten werden dazu befähigt, die Theorie und Methodik der hTB bei unterschiedlichen Zielgruppen und Themenkomplexen (Krankheitsbildern) anzuwenden. 3 Weitere Infos:Kosten
Weitere Informationen......wie Stundenplan, Prüfungsordnung etc. erhalten Sie auf Anfrage! Siehe unter Kontakt |